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Das Futter ist mit das abwechslungsreichste Thema in der Ameisenhaltung, wenn auch nicht zu Beginn einer jeden Haltung !
Hier erst einmal ein Vorwort von mir :
Die Nahrungsgrundlagen der Ameisen in der Natur sind bei einheimischen Ameisen Nektar von Planzen oder Tieren ( Stichwort Blattläuse ), oder aber auch Insekten bishin zu verendeten Kleintieren wie Mäusen und der gleichen.
Einige Ameisenarten haben sich auf das aktive jagen von Futtertieren Spezialisiert und machen auch gerne in Gruppen von Ameisen auf sie jagt. Andere Ameisenarten hingegen leben ausschließlich von Pflanzensäften und könnten fast ganz auf Insekten verzichten. Einige einheimische Waldameisenarten kümmern sich nicht nur um Futter im allgemeinen, sie haben Baumharze von Nadelbäumen dafür entdeckt, um z.B. Bakterien oder Pilze aus dem Nest zu bekämpfen oder deren Erscheinung zu minimieren. Oftmals werden je nach Größe einer Kolonie mehrere Kilo Baumharz in einem Nest gefunden, welches der Gesundheit aller dient !
Das Verhalten der Ameisen hängt bei der Futtersuche bzw. deren beschaffen fast immer nach der Menge der Larven in ihrem Nest ab. Nicht die Königin sag ihren Arbeiterinnen, dass mehr Futter herangetragen werden muss. Vielmehr ist es der Hunger der Larven innerhalb der Kolonie, der das verlangen nach Futter immer weiter steigen lässt. In der Privaten Haltung, kann man bei vielen Ameisenkolonien mit dem Insektenfutter auch das Wachstum der Kolonie selber etwas steuern.
Meist wird die Nahrung nicht in Kammern gelagert und nach und nach erst genutzt. Bei Ameisen spricht man auch von einem Sozialmagen ( Kropf ). Die Arbeiterinnen, die ihren Kropf gefüllt hat, kehrt nach einer Futtersuche ins Nest zurück und verteilt es ( Mund zu Mund ) an andere Arbeiterinnen. Auch die Königin wird auf diese Weise von allen Arbeiterinnen gefüttert. Die Kolonie hält so das Futterniveau, aller Arbeiterinnen auf fast dem gleichen Level. Ist das Futter nahhaft und abwechslungsreich, so könnte die “ Eilegerate “ der der Königin hierdurch gesteigert werden.
Einsteigern sei gesagt, dass die Abwechslung des Futters, zu Beginn einer Haltung bei einer Gründerkolonie, bestehend aus nur einer Königin oder auch einer Königin und wenigen Arbeiterinnen, nicht zwingend notwendig ist. Die Pygmäen ( Pygmäen = Die aller ersten Arbeiterinnen einer Königin; Ich nennen sie daher auch sehr gerne “ Erstarbeiterinnen “ ), holen soviel Futter wie es sein muss für die Königin und deren Larven und natürlich für sich selber, wie sie es benötigen. Wenn dann später die ersten “ richtigen “ Arbeiterinnen schlüpfen, könnte man an dieser Stelle beginnen auf ein wenig Abwechslung zu achten, damit sie die Ameisenkolonie besser entwickeln kann.
Die Menge macht`s NICHT ... Einsteiger in die Haltung machen den Riesen Fehler und bieten wahre Massen an Futter an ... da wird gerne Honigwasser / Zuckerwasser / Einen ganzen Mehlwurm / Fliegen / Zuckerwürfel / Trauben usw. angeboten. Wenige Stunden später, kann man in einem der einschlägigen Ameisenforen lesen :“ Meine Ameisen fressen nichts “ oder “ Meine Ameisen fressen nicht und sterben alle “.
Ameisen trinken wirklich nur so viel, bis ihr Gaster ( Gaster = “ Po “ der Ameise ) prall gefüllt ist und laufen dann zurück in ihr Nest um das gesammelte Futter an die anderen Arbeiterinnen zu verteilen. Man kann einen gefüllten und einen nicht gefüllten Gaster bei einigen Arten sehr gut unterscheiden. Dabei kann man prima beobachten, wie sich der Hinterleib der Ameise immer weiter aufpumpt und recht helle “ Hautfalten “ zu sehen sind.
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